Schichtlagerung

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Die Obere Süßwassermolasse liegt als jüngstes Schichtglied in der asymmetrischen, alpenparallel streichenden Molassegroßmulde. Der nördliche Muldenflügel ist schwach nach Süden geneigt. Der Südflügel ist steiler und vor allem im Bereich der älteren Schichten oft saiger oder überkippt und grenzt im Süden an den Nordrand der Faltenmolasse (Abb. 2).

 

Abb. 2
Abb. 2: Streichlinienkarte bezogen auf die Obergrenze der Oberen Meeresmolaase nach bohrungen und Oberflächengeologie (vereinfacht nach K. LEMCKE 1972)

 

Für die Erstellung einer Schichtlagerungskarte wurde ein Mergelhorizont als Bezugshorizont gewählt, welcher im Südteil des Gebiets an der Grenze zur aufgerichteten Vorlandsmolasse deutlich ausstreicht (Raggenhorn-Mergel, 1050 - 1070 m NN)

Nach Norden bzw. Nordwesten ist dieser Horizont bis Kreuzleshöhe bzw. Wegmannshöhe zu verfolgen. Weiter nördlich liegt er über dem Erosionsniveau der Adelegg. Dort wurde mit zwei etwa 100-110 m tiefer liegenden Mergelhorizonten, welche bis an die Flanken des Kürnachtals reichen, weitergearbeitet. Diese Werte wurden dann auf den ersten Horizont hochgerechnet.

Im Süden, im Bereich des Höhenzuges vom Schwarzen Grat zur Roten Fluh zeigen die Schichten ein Streichen von 65°-70° und fallen zwischen 2° und 10° nach Nordnordwesten ein. Dieser Bereich gehört zum steiler geneigten Südschenkel der Vorlandsmolasse-Mulde ("Aufgerichtete Vorlandsmolasse") (Abb. 2 u. 3).

 

Abb. 3
Abb. 3: Schematisierter Profilschnitt durch Vorlandsmolasse, Aufgerichtete Molasse und Nordtei1 der Subalpinen Molasse (nach 0. GANSS & P. ScHMIDT-THOMÉ und 0.F. GEYER & M.P.GWINER 1967)

 

Im Ost- und Südostteil des Kürnachwalds biegt das Streichen der Schichten auf etwa 40° um. Dies steht im Zusammenhang mit dem allgemeinen Umbiegen der Streichrichtung der Molasseschichten im Gebiet südwestlich von Kempten, wie es auch die tektonische Grenze zwischen Aufgerichteter Vorlandsmolasse und Faltenmolasse verdeutlicht.

Ein stratigraphischer Parallelisierungsversuch im Bereich des Westabhangs nach Quellhorizonten (Mergel) zeigt ein Aufbiegen der Schichten von 8 0/00 bis 10 0/00 nach Südsüdosten (Abb. 4 u. 5).

 

Abb. 4
Abb. 4: Parallelisierugsversuch von Mergelhorizonten mit Quellen im Gebiet des Westabhangs der Adelegg.

 

Zwei Konglomerathorizonte, die in 4 benachbarten Tobeln am Westabhang verfolgt werden können, bestätigen die oben genannten Ergebnisse (Abb. 5).

 

Abb. 5
Abb. 5: Profilvergleich von vier Tobeln am Westabhang der Adelegg.

 

 

 

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