Einleitung

Inhaltsübersicht

 

(Dieser Abschnitt Einleitung ist Bestandteil der Diplomarbeit von Holger Reuchlin)

 

Diplomarbeiten
Frühere geologische Bearbeitung
Lage des Kartiergebiets

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Diplomarbeiten

Das Geologische Institut der Universität Stuttgart führte im Jahre 1979 unter der Leitung von Prof. Dr. M.P. GWINNER auf Blatt 8226 Isny Nord Kartierungsübungen durch. Um die Kenntnisse zur Geologie des Blattes 8226 Isny Nord zu ergänzen, vergab Prof. Dr. M.P. GWINNER in den folgenden Jahren in diesem Gebiet Kurzkartierungen und Diplomarbeiten. An M. FEZER, W. FESSELER, W. GOOS und H. REUCHLIN wurden im Jahre 1983 vier Diplomarbeiten ausgegeben, deren einer Schwerpunkt darin bestand, die in der jüngeren Oberen Süßwassermolasse herrschende Wechselfolge von konglomerierten Gerölllagen mit Mergeln, Sandmergeln und Sanden morphologisch auszukartieren und zu parallelisieren. Bei Kartierung und Diplomarbeit waren die Ergebnisse zahlreicher früherer Bearbeiter eine Hilfe.

 

 

Frühere geologische Bearbeitung

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Die geologische Kartierung im Gebiet von Blatt 8226 Isny Nord (früher 8226 Herlazhofen) SE-Teil erfaßt mit der Adelegg und Teilen des östlich gelegenen Hochgebiets einen wesentlichen Ausschnitt des nördlichsten Molasseberglands zwischen Leutkirch, Isny und Kempten im westlichen Allgäu.

Eine erste Darstellung der geologischen Verhältnisse erfuhr das Gebiet und seine Umgebung auf württembergischer Seite in den Atlasblättern zur "Geognostischen Spezialkarten von Württemberg" im Maßstab 1:50 000 als Nr. 55 Isny durch J. HILDENBRAND (1875) und als Nr. 52 Leutkirch durch 0. FRAAS & J. HILDENBRAND (1880). Erst nach dem Zweiten Weltkrieg erfolgte im Auftrag der französischen Besatzungsmacht eine Neuaufnahme der Geologie im Maßstab 1:25 000. K. LEMCKE (1948) kartierte den tertiären Gebirgsanteil der Meßtischblätter 8326 Isny und 8226 Herlazhofen. Quartäre Anteile der Meßtischblätter 8326 Isny und 8226 Herlazhofen bearbeitete R. SCHMID (1955). Aus den Ergebnissen von K. LEMCKE (1948) und R. SCHMID (1955) wurden zwei Manuskriptkarten zusammengestellt.

F. MESSOW (1981), Universität Stuttgart, kartierte das Jungmoränengebiet im SW-Teil des Blattes 8226 Isny Nord.

Auf bayerischem Gebiet erfaßte Fr. MÜLLER (1952) mit der Geologischen Karte des Positionsblattes Nr. 800 Buchenberg 1:25 000 noch Teile des tertiären Berglands im Bereich des Kartiergebiets und schied auf seiner Karte in der jüngeren OSM systematisch Konglomerate und Mergel aus. Außerdem wies er in seinen Erläuterungen auf das relativ weite Durchhalten der feinkörnigen Einschaltungen hin.

Im Zuge der geologischen Landesaufnahme von Bayern durch das Bayer. Geologische Landesamt erfolgte eine Neukartierung des Gradabteilungsblattes 8327 Buchenberg 1:25 000, das sich zu etwa einem Drittel im nördlichen Teil mit dem alten Positionsblatt Buchenberg deckt. Im Jahre 1974 erschien die geologische Karte von Bayern 1:25 000 Blatt Nr. 8327 Buchenberg mit Erläuterungen von H. JERZ et al., die am ausführlichsten die geologischen Verhältnisse unmittelbar SE des Kartiergebiets darstellt und außerdem mit dem Arbeitsgebiet in der NW-Ecke überlappt. Auf seiner Karte unterscheidet H. JERZ (1974) ähnlich Fr. MÜLLER (1952) psephitische von pelitisch-psammitischen Lagen in den Ablagerungen der Molasse.

Mit speziellen Fragestellungen für das Tertiär befassen sich die Arbeiten folgender Autoren: R. SEEMANN (1929) erkannte eine Dreigliederung in der Oberen Süßwassermolasse im Bereich der Adelegg und zählte in deren oberem Teil sieben Nagelfluhhorizonte. K. LEMCKE, W. v. ENGELHARDT & H. FÜCHTBAUER (1953) fanden auf Grund des Schwermineralgehalts eine großräumige Gliederung der Oberen Süßwassermolasse. R. DEHM (1955) konnte die jungtertiäre Molasse mit Säugetierfaunen untergliedern. 0. GANNS & P. SCHMIDT-THOMÉ (1955) stellten die Lagerungsverhältnisse vor allem südlich des Kartiergebiets im Profil dar. S. SCHIEMENZ (1960) lieferte wichtige Ergebnisse zur Geröllzusammensetzung, zum Sedimentationsrhythmus und zur Paläogeographie des Hochgratschuttfächers. H. FÜCHTBAUER (1967) untersuchte die Sandsteine in der Molasse.

Quartäre Probleme untersuchten die folgenden Autoren:

A. REISSINGER (1941) behandelte Glazialerosion und glaziale Bildungen im Bereich des Adeleggberglands. Der Schwerpunkt der Arbeit von P. SINN (1974) war die präwürrnzeitliche Talgeschichte der Eschach. Auf eine Eigenvergletscherung und zahlreiche Firnmulden wurde von R. HANTKE (1978) hingewiesen.

 

Lage und Abgrenzung des Kartiergebiets

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Lage des Kartiergebiets

Blatt 8226 Isny Nord SE Teil (früher Blatt 8226 Herlazhofen) liegt im südlichen Alpenvorland zwischen Isny, Kempten und Leutkirch.


   Abb. 1:  Lage von Blatt 8226 Isny Nord 1:25 000 und seinem SE-Teil

Das Kartiergebiet zeigt einen Ausschnitt aus dem nördlich der Wangener Argen gelegenen Bergland. Dieses wird z.T. als "Adelegg", z.T. als "Eschach-Bergland" bezeichnet. Nach der TK 8226 Isny Nord Ausgabe 1973 ist unter "Adelegg" nur der westlich der Landesgrenze Baden-Württemberg/Bayern gelegene Teil zu verstehen. Um Mißverständnissen vorzubeugen, wird im folgenden nur dieser westliche Anteil des Berglands als ,,Adelegg" bezeichnet ( Abb. 2 ). Für das gesamte Hochgebiet wird der Begriff ,,Adeleggbergland" verwendet.

 

Abgrenzung des Kartiergebiets

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Das Kartiergebiet erfaßt Anteile folgender topographischer Karten ( Abb. 2 ):

  • TK 25 8226 Isny N; SE-Teil bis zur Kürnach und dem Fockental im N.
  • TK 25 8226 Isny N; SW-Teil bis einschl. Rohrdorf und Rangenberg im W.
  • TK 25 8326 Isny S; NE-Teil: Schwarzer Grat und Wenger Egg.
  • TK 25 8327 Buchenberg; NW-Teil: äußerste NW-Ecke.
  • TK 25 8227 Kempten; SW-Teil: westlicher Streifen.

Abb. 2
   Abb. 2:  Lage und Abgrenzung des Kartiergebiets

 

Datei erstellt am 28.02.2002 von Holger Reuchlin
zuletzt gändert am 28.02.2002 von Holger Reuchlin

 

 

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