Baugrund

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1. Tertiär

Die Wege in der Adelegg werden bevorzugt in den fast horizontal angeordneten Mergelhorizonten, in Hangschutt und in Rutschmassen geschoben. Diese Vorgehensweise ist wirtschaftlich am günstigsten, birgt jedoch Gefahren in sich, z.B. mangelnde Standfestigkeit. Abgerutschte Wegstücke im Bereich von 20 m Länge sind nicht selten zu beobachten. Eine Vorsichtsmaßnahme wäre hier eine gezieltere Wasserableitung. Die Konglomerate bieten, sofern sie nicht in Rutschkörper einbezogen werden können, trotz wechselnder Festigkeit einen problemlosen Baugrund. Bedingt durch die Kalkverkittung sind sogar Steilböschungen in Nagelfluhen beim Straßenbau standsicher.

Sämtliche Gehöfte auf der Adelegg sind im Konglomerat gegründet, oft mit einer Brunnenstube auf der Bergseite, die gleichzeitig eine Drainagefunktion erfüllt.

 

2. Quartär

Weitgehend problemlos als Baugrund sind die pleistozänen Schotterterrassen. Die holozänen Talauen verbergen möglicherweise torfige Ablagerungen und grundwassererfüllte Sande. Aufgrund der günstigen Kornabstufungen der Kiese stellen diese Böden einen relativ kompressiblen Baugrund dar und können abgesehen von lokal vorhandenen linsenförmigen bindigen Einschaltungen als Gründungshorizont herangezogen werden.

 

Abb. 6

 

Abb. 7

 

 

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